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„Es ist nix mehr los mit unsere Politiker in der Stadt.“ Diesen Stoßseufzer ließ Fastenprediger Bene (Irgenfried) im Laufe seines Vortrags beim A-Z Starkbierfest los. Aber trotz offensichtlichen Themenmangels ist es der Theatergruppe Alkofen auch heuer wieder gelungen, im mit 400 Besuchern zweimal ausverkauften Zelt an der Kloster-Mondsee-Straße ein abendfüllendes kabarettistisches Programm zu bieten.
„Da san ma über unseren Gschwendtner aa wieder froh, weil da rührt sich wenigstens na was“, lästerte der „Prediger“ und so war dem Bürgermeister und seinen Aktivitäten auch heuer wieder ein Großteil des Programms gewidmet. Dass die Vilshofener SPD offiziell nicht anwesend war, weil sie das vorjährige Programm kritisiert hatte (zwei Stadträte hatten sich aber „inkognito“ unters Volk gemischt) störte die Akteure nicht sonderlich. Heuer hätten die „Sozis“ ohnehin nicht zu kritisieren gehabt. Denn übertriebene persönliche Spitzen fehlten diesmal im Programm. Trotzdem bekam so mancher sein Fett weg. So Klaus Rose: „Vielleicht wär´s besser, er tät wieder mehr sagen und nimmer so viel schreiben…“
Nach einem Ausflug in die „große“ Politik (Gerhard Schröder und Angela Merkel, denen die drei Tenöre ein im wahrsten Sinn des Wortes schräges Ständchen brachten) wandten sich die Alkofener Theaterleute der Region zu, wobei natürlich der Wildfleisch-Skandal nicht fehlen durfte: „Di gfriern ma ein und du wirst sehn, in fünf Jahr wirst als Frischfleisch auferstehn.“ Der Brandl Hansi („der Adi Printer der Vilshofener Politik“) spielte diesmal nicht mehr die tragende Rolle wie im letzten Jahr. Dafür sah sich so mancher Stadtrat als Zielscheibe des Spotts. So Edi Kurz, der dem Bürgermeister keinen Kunstrasenplatz „abschmatzen“ konnte. „Edi, du hättst dem Bürgermeister sagen müssen, dass die Gingkos nur auf Kunstrasen wachsen.“ Überhaupt war die „Aktion Gingko“ ein gefundenes Fressen für die Hobby-Kabarettisten. Sie zog sich wie ein roter Faden durch das Programm, wie auch die brennende Frage nach einer Wiederkandidatur des Bürgermeisters: „Wenn der Hans sagt, er wird no amoi antreten, dann können die anderen wegtreten.“ Und die vermeintlichen Erben können ein paar Gingkos pflanzen, damit ihr Name wenigstens irgendwo steht.
Mit diesem Thema befasste sich auch der Chor der Schlümpfe: „Wollt ihr Bürgermeister werden? Wir wollen Papa Schlumpf beerben!“ Vom „Skandal im Wolfachtal“ sang die Domina aus Vilshofens neuestem Etablissement, die beiden Promenaden-Ratschn machten sich anlässlich der Rathauseröffnung Gedanken, „wia ma drei Millionen verbaut, ohne dass ma von außen was segt“ und natürlich warf auch das Stadtjubiläum seine Schatten vor aus. Mit Franz Beckenbauer, Verona Feldbusch, König Ludwig, dem „Bullen von Tölz“ nebst Mama und Sissi mit Kaiser Franz sagte sich prominenter Besuch an, dem der Bürgermeister nur mit Mühe einen Eintrag ins Goldene Buch abluchsen konnte. Mit treffenden Gstanzln hatte Josef Mayerhofer, musikalisch unterstützt von Erich Käser, die Lacher auf seiner Seite. 2007 geht´s weiter! Mit neuem Veranstaltungsort. Ab jetzt im Gasthaus Gutsmidl!
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